Raduno Internazionale 4×4 Città di Gradisca 2025

Der Allrad Wien war 2025 wieder in Gradisca!

Gradisca d’Isonzo, gelegen zwischen Udine und Triest, hat – wie auch auf Wikipedia nachzulesen ist – eine bewegte Vergangenheit. Der Name birgt slawische Wurzeln und bedeutet „befestigter Ort“. Das mächtige Kastell, Fortezza di Gradisca, ist allgegenwärtig und wurde während der österreichischen Herrschaft sogar als Gefängnis genutzt. Auch klingende Namen wie Leonardo da Vinci, Napoleon oder Radetzky haben in Gradisca schon ihre Spuren hinterlassen. Nun war auch wieder der „Allrad Wien – Club der Geländewagenfreunde“ an der Reihe…

Dieses Jahr gab es ein besonderes Jubiläum zu feiern – Die „Raduno Internazionale 4×4 Città di Gradisca“ feierte ihr 40-jähriges Jubiläum. Bei der 37. Ausgabe vom 6. bis 8. Dezember 2025 fanden sich über 600 Geländewagen mit ca. 1700 Teilnehmern aus Italien, Deutschland, Frankreich, Kroatien, Tschechien, Liechtenstein, Slowenien, Russland, Schweiz, Ungarn und Österreich im 6400-Seelen-Ort Gradisca d’Isonzo ein. Dank der Bemühungen des Veranstalters G.F.I. Alpe Adria Off-Road, A.S.D., fand die bemerkenswerte Veranstaltung statt und das, obwohl bereits das böse Wort „Absage“ im Raum stand. Zwei Wochen zuvor kam es zu massiven Überschwemmungen in der Region, die die sichere Durchführung gefährdeten. Die über 100 unermüdlichen Helfer des Clubs kümmerten sich dennoch um die Vorbereitungen im Vorfeld und ermöglichten eine erfolgreiche Abhaltung des Tages. Die Teilnehmer dankten für die Bemühungen mit Spenden in Höhe von ca.  € 5.700,00 für die Opfer der Überschwemmungen.

Stellt man auf der Homepage des Veranstalters die deutsche Übersetzung ein, heißt die Veranstaltung nun „Internationales Rallye-Treffen 4×4 Città di Gradisca“. Mit einer Rallye hat die Ausfahrt jedoch gar nichts zu tun. Es geht weder um Bestzeiten, noch werden Punkte gesammelt oder gar Sonderprüfungen absolviert.

In der Früh treffen sich alle Teilnehmer am Piazzale dell Unità d’Italia in Gradisca, fahren einzeln über die Startrampe, nicht ohne in den Fotoapparat für ein Foto mit Miss Friaul – Julisch Venezien, Fräulein Michela Bertossi, zu lächeln, schnappen sich das begehrte Roadbook und los geht das Abenteuer. Schotterstraßen, Weinberge, grober Schotter im Flussbett des Isonzo, Flussdurchfahrten und traumhafte Waldwege liegen auf der Route. Den Schwierigkeitsgrad – von SUV bis Geländewagen mit enormer Watttiefe – kann jeder selbst bestimmen. Und natürlich darf – typisch italienisch – die Verpflegung auch nicht zu kurz kommen. Zunächst ein süßes Frühstück, danach ein belegtes Brötchen nach Wahl, Lasagne und Nudeln, eine Haxe mit Beilagen, Würstel, Torten und Eis und zum Abschluss Aufschnitt und Süßspeisen ohne Ende. Landestypische Weine, Wasser und Espresso runden die kulinarischen Köstlichkeiten ab.

Der „Allrad Wien – Club der Geländewagenfreunde“ freute sich diesmal über 26 Anmeldungen. Eine Gruppe aus 8 Fahrzeugen davon erlebte den Tag gemeinsam im Konvoi. 144 km wurden in 9.5 Stunden unter die Geländewagenräder genommen.

Nach dem ereignisreichen Tag bekam jeder Anwesende bei der Rückgabe des Roadbooks die Erinnerungstrophäe überreicht und dann folgte noch die Siegerehrung im Bergamassaal. Geehrt wurde u. A. die längste Anreise, der jüngste und der erfahrenste (freundlicherweise nicht älteste) Teilnehmer, die meisten Teilnehmer italienischer Clubs und nicht-italienischer Vereine. Nach dem 3. Platz vom letzten Mal freute sich der Allrad Wien dieses Mal über den Pokal für den 2. Platz.

Wir danken den Organisatoren für die perfekte Abwicklung des Events und freuen uns schon aufs nächste Jahr!

Doris Weiler