Allrad Wien Sommercamp 2024

Ein Rückblick auf das Allrad Wien-Sommercamp 2024

Eines schönen Tages im Hause Eichinger:
„Schatzi, haben wir im August schon etwas geplant?“
„Nein, warum?“
„Der Allrad Wien veranstaltet vom 10. bis 18. August ein Sommercamp in Oberwölz!“
„Toll, da sind wir dabei, das probieren wir aus. Ich meld’ uns gleich an.“

Mit Jeep und Wohnmobil ging die Reise am Samstag den 10. August in die Steiermark los. Unser Ziel war der Campingplatz Rothenfels,  etwa zehn Gehminuten oberhalb von Oberwölz gelegen, wo wir unser Lager neben den anderen teilnehmenden Familien, auf der eigens für den Allrad Wien reservierten Campingwiese, aufschlugen.
„Ich sag’s Euch gleich, wir haben für diese Woche keine besonderen Pläne“, war die Aussage von Gerald vor Reiseantritt. Wer Familie Weiler kennt, weiß, dass es anders kommt!

Der Sonntag startete mit einem hervorragenden, gemeinsamen Frühstück im Café des Campingplatzes. Frisch gestärkt bestiegen wir dann unsere Fahrzeuge und wurden angeführt von Gerald, Doris und Flora durch die wunderschöne Landschaft rund um Oberwölz geleitet. Damit wir uns die Jause am Ziel unserer Ausfahrt – der Möslhütte – auch ordentlich verdienten, legten wir einen Zwischenstopp am Schattensee mit einem Fußmarsch rund um den See ein. Bekannt ist der Ort für das Wasserscheibenschießen, bei dem von der Wasseroberfläche abprallende Kugeln eine über dem Wasser hängende Scheibe treffen müssen.
Weiter ging die Fahrt zur Möslhütte, wo wir nicht nur mit einem traumhaften Ausblick sondern auch mit einer ordentlichen Brettljausn verwöhnt wurden. Besonderes Schmankerl war der Almwuzzler der Chefin. Anmerkung der Verfasserin: es handelt sich dabei NICHT, wie von mir zunächst angenommen, um ein Gesellschaftsspiel (Wutzltisch) zur Bespaßung der Almhüttenbesucher, sondern um eine sehr empfehlenswerte Kaiserschmarren-ähnliche Süßspeise. Mit einem Abstecher zum Günster Wasserfall mit einer Fallhöhe von 65 m und einem Geocache – ob bei einer überdimensionalen Holzspinne oder Ameise, da waren sich die Hobbyzoologen nicht ganz einig – ging ein ereignisreicher Tag zu Ende. Die überwältigenden Eindrücke wurden anschließend gemeinsam ausgiebig beim gemütlichen Lagerfeuer besprochen.

Am Montag stand ein Besuch beim Speckbauern am Programm. Angeführt vom Chef höchstpersönlich auf seinem Quad wurden wir über viele, viele Waldwege auf die hauseigene Alm geführt. Genauestens beobachtet vom Weidevieh tobten sich die Herren dann mit ihren Geländefahrzeugen dort ordentlich aus und probierten, was im Gelände alles möglich ist. Zur Belohnung gab es neben einem hervorragenden Schnaps auch eine liebevoll hergerichtete Almjause mit Schmankerln aus der eigenen Produktion.

Am nächsten Tag konnten die Allradfahrzeuge wieder ordentlich zeigen, was sie können. Dank des Campingplatzbesitzers Phillip durften wir im Wald rund um den Campingplatz alte Wege befahren und neue Wege entdecken. Leider gab es dabei einen platten Reifen zu beklagen und auch die Seilwinde leistete wertvolle Dienste. Die Damen widmeten sich indessen neben einer netten Wanderung entlang des Sagenweges rund um Oberwölz dem Eierschwammerl suchen. Die Ausbeute wurde dank Doris am Abend von der ganzen Runde vernichtet.

Der Mittwoch stand ganz im Zeichen des Mittelalters. Die Fahrt ging in den Lungau bis nach Mauterndorf, wo wir die als ehemalige Mautstation errichtete Burg besichtigten. Besonders beeindruckend war das Geschick der damaligen Bewohner, sich zu acht in „Löffelchenstellung“ in ein Doppelbett zu schlichten. Schwer vorstellbar war auch das gemeinsame Leben mit den verschiedenen zwei- und vierbeinigen Nutztieren im sogenannten Bergfried, dem großen, mehrstöckigen Wehrturm, der die Bevölkerung bei Angriffen schützte.
Mit einem Zwischenstopp in Tamsweg ging die Fahrt wieder Richtung Oberwölz. Zum Abschluss gönnten wir uns noch ein ordentliches Abendessen im Waldhof Trattner, wo wir auch neu hinzugekommene Teilnehmer begrüßen durften.

Friesach in Kärnten war das Ausflugsziel am Donnerstag. Für uns Naschkatzen und -kater organisierten Doris, Flora und Gerald eine Führung im Schokomuseum Craigher. Wir erfuhren dort von Frau Craigher persönlich nicht nur viel Wissenswertes über die Herkunft der Kakaobohne und wie sie nach Europa kam, sondern durften auch die hauseigenen Schokoladekreationen ausgiebig verkosten. Beim anschließenden Rundgang durch die Stadt, bei dem auch wieder der Geocaching-Leidenschaft gefrönt wurde (Anmerkung der Verfasserin: Dank Doris und Flora gibt es seit dem Sommercamp drei neue Geocacher ;-).
Die anschließende Rückfahrt über das Metnitztal endete am Kreischberg in der Pizzeria „Da Silvano“, die nicht nur durch ihren einzigartigen Ausblick punktete, sondern auch durch eine sehr zuvorkommende Bewirtung und hervorragende Kulinarik.

Am Freitag führte uns Familie Weiler zum Erzberg. Mit dem Hauly ging die Fahrt durch das Schaubergwerk und wir hatten sogar das Glück, eine Sprengung miterleben zu dürfen. Die Eindrücke des Tages ließen wir beim abschließenden gemeinsamen Grillen am Campingplatz noch einmal Revue passieren.

Der letzte Tag der Sommercamp Woche wurde noch einmal für eine Ausfahrt auf eine Alm genützt. Ziel war die Halserhütte mit einem wunderschönen Ausblick und einer hervorragenden Jause inklusive Hausschnaps. Am Sonntag hieß es dann Abschied nehmen von Oberwölz.

Wir bedanken uns herzlich bei Familie Weiler fürs „Nicht-Organisieren“ der einzigartigen Ausfahrten und interessanten Ausflugsziele, die diese Woche zu einem besonderen Erlebnis machten!

Alexandra und Norbert Eichinger

PS – Der Allrad Wien bedankt sich bei Philipp Steiner – Burg/Camping Rothenfels und Café im Garten – herzlich dafür, dass wir auch bei unserem bereits 28. Sommercamp in Oberwölz herzlich willkommen waren.

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