Am 28.06.2026 folgten 36 hitzeresistente Offroad-Begeisterte in 16 Fahrzeugen dem Ruf unserer Doris zur Teilnahme an der diesjährigen Sommerausfahrt in den Wäldern und Bergen des Stift Klosterneuburg in der Gegend von Rohr im Gebirge. Zwischen 09.30 und 10.00 Uhr fanden wir uns am Ottenhofweg vor dem dortigen Betriebsgelände ein. Von Haflinger bis Pinzgauer, von Jimny bis LandCruiser, jede Menge Jeeps, ein PickUp und mein Hummer III waren um 10 Uhr startklar.
Etliche Neue auf 2 Beinen und 4 Rädern waren diesmal auch mit von der Partie. Als ob es das Motto des Tages gewesen wäre, waren fast alle Teilnehmer mit Strohhüten ausgerüstet, kein Wunder, es hatte satte 37 Grad Celsius im Schatten.
Begrüßende Worte von Doris und eine eindringliche Erinnerung an das Benehmen in Wald und Forst, sowie das Verhalten im Konvoi („Hintermann/frau nicht verlieren“) gingen dem Start voraus. Die Fahrzeugreihenfolge war schnell festgelegt und nachdem wir unsere Autos bei der Abfahrt in eine ordentliche Staubpanade gehüllt hatten, ging es ab in den Wald.
An einem Bacherl entlang war Zeit sich an eine einheitliche Geschwindigkeit und an gleichbleibende Abstände zu gewöhnen. Dann eine Spitzkehre nach links und über einen holprigen Forstweg, viele Serpentinen über Stock und Stein, steil bergan durch annähernd unberührt wirkenden prächtigen Wald, bis zur Kuppe und dann auf der anderen Seite ebenso wieder den Berg hinab, bis wir wieder an unserem Bächlein (Wenn es denn derselbe war?) anlangten. Vorbei an Jagdhütten und Jagdhäusern und an friedlich grasendem Fleckvieh, dass uns leicht verwundert beäugte, gelangten wir zur ersten richtigen Steilfahrt in saftigem Grün gehalten.
Die steile Auf- und Abfahrt fand ihre Belohnung in Form einer kleinen Pause im Bereich des Winsaberges mit einer sensationellen italienischen Jause, bestehend aus einer erfrischenden Gurkenkaltschale, Pane Guttiau, Parmigiano, zweierlei Salami und Prosciutto – eine wahre Gaumenfreude. Hier war dann auch Zeit für das In-Augenschein-nehmen der Fahrzeuge der anderen Teilnehmer, sowie für Fachsimpelei und allerlei Allrad- und Offroadgeplauder.
Die weitere Fahrt führte uns an einem durchaus beeindruckenden Forsthaus des Stift Klosterneuburg vorbei. Über etliche abenteuerliche, steile Auf- und Abfahrten – wir haben immerhin auf der gesamten Streckenlänge von ca. 53 km gute 1566 Meter Höhenmeter unter die Räder gebracht – und dies teilweise mit nicht nur kleinem Geröll und Gestein auf der Strecke. Die Lenker und Fahrzeuge wurden gleichermaßen gefordert. Auch die Beifahrer schwitzten teilweise nicht nur der Außentemperatur wegen, sondern auch ob der beachtlich steilen Abhänge seitlich der Forstwege.
Über die Almstraße und den Mostwiesenweg ging es dann weiter zur wohlverdienten Mittagspause, wo die Jausensackerln gereicht wurden und von den „Weilers“ in bewährter Tradition ein wahrlich beachtliches Buffet, diesmal unter anderem mit Chili con Carne, Apfel- und Topfenstrudel, sowie Weichsel-Schokokuchen, aufgebaut wurde.
Im Anschluss ging es weiter durch die alpine Voralpenlandschaft, geprägt von Nadel- und Mischwald. Mächtige Fichten, Tannen und Lärchen, sowie zwischendurch auch, im Bereich der Bäche in den tieferen Lagen, Buchen, wie man sie sonst nur selten zu Gesicht bekommt, säumten unseren Weg.
Auf der Strecke entlang der Freudentaler Mauer lag dann ein riesiger Felsbrocken auf dem Forstweg. Dieser ließ uns gefühlterweise nur sehr wenig Restplatz zur steil abfallenden Schlucht. Denselben Stein passierten wir dann ein zweites Mal, nämlich am Rückweg. Verglichen mit dieser Passage ging es in weiterer Folge relativ gemütlich auf dem Forstweg „Fels am Weg“ (kein Spaß, der heißt es wirklich so) Richtung Herrengrotte. Dort trafen noch einmal alle, letztendlich wieder vollzählig, auf dem Parkplatz des dortigen Friedhofes zusammen. Im Laufe des Tages war ein- oder zweimal „die Kette (der Konvoi) gerissen“, es konnten aber die Verlorengegangenen vollzählig und unbeschadet von den Weilers wieder eingefangen werden.
Nach einem kurzen „Abschiedsplauscherl“ wurde dann allerseits die Heimreise angetreten.
Ein großartiger Tag, für den wir uns bei Doris & Familie bedanken!
Mit allradlichem Gruße
Kurt (Hummer) Juster
PS – Der Allrad Wien bedankt sich beim Stift Klosterneuburg für die Ermöglichung der Befahrung des Waldgebietes und auch herzlich bei der Bäckerei Schwarz – www.bswien.at – für das Sponsoring der köstlichen Gebäck- und Strudelauswahl.
