Allrad Wien Herbstausfahrt 2025

Treffpunkt war ab 09.00 Uhr am Schotterparkplatz vis-à-vis des Gasthauses „Goldenes Bründl“ in Oberrohrbach, Waldstraße 125.

Um 09.30 Uhr begrüßte Doris die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und hielt die Ansprache mit den Sicherheitshinweisen: unauffälliges Fahren ohne Hupen, enger Konvoi ohne lange Abstände und die ausdrückliche Bitte, keinen Müll zu hinterlassen. Insgesamt nahmen 17 Fahrzeuge mit 36 Personen teil. Die Führung übernahm Forstwart Philip, als Schlusslicht fuhr der schwarze Balu.

Um 09.40 Uhr startete die Kolonne in das Waldgebiet des Stift Klosterneuburg. Nach rund 3 Kilometern bog die Gruppe scharf links in den „tiefen Wolf“ ab. Dort wurden die Wege gatschig, was für die Allradfahrzeuge aber kein Problem war. Hier zeigte sich sprichwörtlich, dass man „mit jemandem durch dick und dünn geht“: Alte Wege führten schon im Mittelalter durch dichten Wald („dick“) und sumpfiges Gelände („dünn“). Genau das meisterte die Gruppe gemeinsam, ohne dass jemand zurückblieb.

Um 10.11 Uhr zeigte das Thermometer 22 Grad. Auf einer großen Wiese mit blühenden Herbstzeitlosen (Colchicum autumnale) wurde eine 20-minütige Pause eingelegt.

Um 11.09 Uhr ging es weiter durch Gatschpassagen, bis sich ein Waldhäuschen mit Apfelbäumen zeigte. Um 11.54 Uhr traf die Kolonne auf Wanderer mit mehreren Hunden, was aber ohne Probleme verlief.

Um 12.25 Uhr erreichte die Gruppe das Gasthaus, wo ein reichhaltiges Buffet mit Ripperln, Schnitzeln, Grillwürsteln, Suppen und Desserts wartete.

Um 14.10 Uhr erfolgte der Aufbruch zur Schlussetappe.

Um 14.22 Uhr zeigte das Thermometer 31 Grad, und um 14.31 Uhr begann ein Anstieg, der nochmals die Geländetauglichkeit erforderte.

Um 15.00 Uhr begann die geplante Führung auf der Burg Kreuzenstein, einer eindrucksvollen Höhenburg oberhalb von Leobendorf. Die Burg wurde im 19. Jahrhundert auf mittelalterlichen Grundmauern neu errichtet und beherbergt heute eine bedeutende Sammlung historischer Waffen, Rüstungen und Alltagsgegenstände. Besonders die Küche mit ihren alten Gerätschaften und das Schlafzimmer mit den Aufbewahrungsregalen machten anschaulich, woher viele Redewendungen stammen. So erfuhren die Teilnehmer zum Beispiel, warum man Geld „auf die hohe Kante legte“. Diese Geschichten sorgten für Schmunzeln und gaben der Führung eine lebendige Note.

Um 15.47 Uhr endete die Führung. Danach ging es gemeinsam in die Burgschenke. Die Tische und Bänke dort stehen unter mächtigen Kastanienbäumen – und so kam es, dass nicht nur Bier und Sturm serviert wurden, sondern auch die eine oder andere Kastanie von oben „einschlug“. Die stacheligen Hüllen prasselten auf manche Teilnehmer herab wie kleine mittelalterliche Wurfgeschosse – was perfekt zur Burg passte und für viel Gelächter sorgte. Hier konnten wir uns auch „etwas hinter die Binde gießen“. Ursprünglich bezog sich „Binde“ auf ein Tuch oder Lätzchen, das beim Trinken getragen wurde – heute steht es für ein gemütliches Getränk in geselliger Runde.

Um 16.45 Uhr endete die Ausfahrt offiziell. Auf dem Heimweg zeigte das Thermometer noch 30,5 Grad.

Wie es schon im Mittelalter hieß: „Ende gut, alles gut.“ Und genau so war es.

Kati

PS – Der Allrad Wien bedankt sich herzlichst beim Stift Klosterneuburg für die Ermöglichung der Befahrung des Waldes auf super ausgewählten Routen von und mit Philip. Weiters gebührt ein großes Dankeschön für die vorzügliche Verpflegung Familie Baumgartinger und Mitarbeitern vom Gasthaus Greil in Leitzersdorf (https://www.gasthausgreil.at). Und zu guter Letzt sagen wir danke bei den Mitarbeitern der Burg Kreuzenstein (https://www.kreuzenstein.com) für die informative Führung.