Allrad Wien Frühlingsausfahrt 2026

Der Treffpunkt war mit 09:30 Uhr auf der A5, am Parkplatz der Autobahnraststation Hochleithen vereinbart; die ersten ungeduldigen Allradler waren sogar schon vor 09:00 Uhr vor Ort.

Obwohl hier ein Schachtelwirt „Goldene Möwe“ seine Niederlassung hat, wurde uns vom Obmann Pepi köstlicher frisch gebrühter Kaffee, der auch gut angenommen wurde, und verschiedene Kekse kredenzt. Es geht doch nichts über ein mitgebrachtes Stromaggregat, welches die nötige Energie durch Umwandlung von Benzin in Strom liefert, um ein frisches schwarzes Getränk zubereiten zu können.

Der nächste Tagesordnungspunkt war die Abfahrt um 10:00 Uhr nach Poysdorf in das dortige Oldtimermuseum. Unser Obmann hat mit einer kurzen Ansprache auf die allseits bekannten Hinweise verwiesen, einen Tipp gegeben um noch zu einem „40 Jahre Allrad Wien“-Leiberl zu kommen und danach den Konvoi angeführt.

Über Nebenstraßen durch viele Ortschaften, eine knappe Stunde für rd. 32 km Fahrtstrecke, erlaubte es uns gemütlich die Gegend zu bewundern und das herrliche Wetter zu genießen.

Insgesamt 38 Personen mit doch 19 Fahrzeugen sind im Oldtimermuseum Poysdorf angekommen, welches voriges Jahr seinen 25. Geburtstag gefeiert hat. Das Oldtimermuseum Poysdorf wurde im Jahr 2000 nach einem Jahr Restaurierungsarbeiten im alten Ferkelmarkt in der Liechtensteinstraße feierlich eröffnet. Neben den verschiedenen Automobilen ist auch ein Tragschrauber von Oskar Westermayer in luftiger Höhe zu bewundern, der hier in der Region entwickelt wurde. Zahlreiche Motorräder, restauriert oder auch im Originalzustand, von Puch bis Moto Guzzi, Royal Enfield oder BMW, sind in dem Museum zu finden. Der erste Stock ist Ing. Alfred Prenner gewidmet, dessen Witwe von der ersten Stunde an Radios und Fernsehgeräte für die Ausstellung geliehen hat. Neu im Museum: ein voll funktionstüchtiger Fahrschulsimulator aus der Tschechei.

(Qelle: https://www.oldtimerclub-poysdorf.at/)

Sehr interessant waren auch die Ausführungen über die Traktorausfahrten bzw. Traktorwanderungen, die zwischen 2004 und 2017 bis nach St. Petersburg (2004) bzw. beispielsweise auch Helsinki (2017) oder Athen, Berg Athos (2010) geführt haben. Mit max. 25 km/h und einem Wohnwagen angehängt, dauerten solche Ausfahren, die bei jedem Wetter durchgeführt wurden, meist viele Wochen.

Aktuell sind in dem Oldtimermuseum verschiedene Opel-Modelle, Motorräder, ein Jeep (vermutlich) Tretauto, ein Schwimmwagen, ein Puch 500 Cabrio, sowie noch weitere Originale und viele weitere Exponate, auch als Modellautos, zu bestaunen. Ein Highlight ist sicherlich der VW-Bully mit Kettenantrieb, der aktuell leider nicht fahrbereit ist. Auch hier konnten wir den technischen Herausforderungen bei der Konstruktion lauschen und viele Details nachvollziehen.

Nach dem obligaten Gruppenfoto vor dem Museum, ging es ein kurzes Stück weiter zum Hotel/Restaurant Weinlandhof in Kleinhadersdorf, wo für uns bereits nicht nur ein Tisch, sondern eine ganze Stube reserviert war. Die freundliche Bedienung war rasch, sowohl beim Aufnehmen der (vorbestellten) Speisen und Getränke, als auch beim Servieren derselben.

Viele Fachsimpeleien ließen die Zeit rasch vergeben, bis wir zum letzten Tagesordnungspunkt, einer Sandgrube in Poysdorf, aufgebrochen sind. Wir durften dort die Geländetauglichkeit unserer allradbetriebenen Fahrzeuge unter Beweis stellen. Steile Auffahrten, sandiger Untergrund und holprige Fahrwege haben unsere Lust an einer motorisierten Geländebewältigung hoch leben lassen. Letztendlich haben 8 Fahrzeuge bis zum Schluss ausgehalten und es geschafft, unfallfrei das Gelände in jeder erdenklichen Richtung zu befahren.

Alles in Allem ein gut geplanter und organisierter, sowie sehr gelungener Ausflug mit vielen Gleichgesinnten an einem Sonntag bei dem auch das Wetter ausgehalten hat.

Danke an Organisation, Durchführung, Wissensvermittlung aller Beteiligten, welche uns diesen Tag in Erinnerung behalten lassen.

Peter Kelis